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Erinnerung an Robert Benz, Freiherrn von Albkron, Ritter des königli... (1850)
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Verdienste in den österreichischen Ritterstand mit dem
Prädikate von Albkron". (Die Alb oder Alp ist ein
Gebirge in der Nähe seines Heimathdorfes Elchingen). Mit
der kaiserlichen Bestätigung vom 26. Juli 1835 wurde er in
die tirolische Adelsmatrikel aufgenommen.

Nach dem Austritte des Gouverneurs Grafen Wilczek
wurde der Hofrath Ritter von Benz mittelst a. h. Ent¬
schließung vom 28. Juni 1837 auf unbestimmte Zeit bis zur
Ernennung eines Gouverneurs mit der Geschäftsleitung
der Landesftelle für Tirol und Vorarlberg betraut
und zugleich mit einer neuerlichen Personal-Zulage von 1000 fi.
betheilt. Fast durch vier Jahre besorgte er ununterbrochen diese
Leitung und alle Funktionen des Landes-Chefs. (Frü¬
her schon hatte er in Unterbrechungen wohl durch drei Jahre
die Gouverneurs-Stelle versehen.) Auf welche Weise er das
ihm geschenkte Vertrauen in dieser erhabenen Stellung gerecht¬
fertiget hat, erhellet daraus, daß ihm der Kaiser zum Beweise
der a. h. Zufriedenheit und zur Belohnung seiner durch so
viele Jahre erworbenen ausgezeichneten Verdienste nicht nur
im Jahre 1838 das Ritterkreuz des königl. Ungari¬
schen St. Stephans-Ordens mit der Erhebung in
den Freiherrnstand des österreichischen Kaiser-
ftaates, sondern auch zu Folge der Entschließung vom 28.
Jänner 1841 die Vicepräsidenten-Stelle bei dem ti¬
rolischen Gubernium mit dem Gehalte von 6000 st. ver¬
liehen hat. Diese kaiserlichen Huldbezeigungen sind allerdings
sehr ehrend, und wir erblicken in ihnen mit Rücksicht auf die
äußern persönlichen Verhältnisse des Betheilen einen selten ver¬
liehenen Schmuck. Oben sahen wir den sich selbst überlassenen
Sohn eines schlichten Brauerei-Verwalters aussichtslos nach